Ice Cats am Doppelspielwochenende vom Verletzungspech getroffen

Nach einer Verlegung des Spieles gegen die Düsseldorfer EG 1b, welches ursprünglich im Dezember geplant gewesen war, sahen sich die Ice Cats am 05.11 und 06.11.2016 einem Doppelspielwochenende gegenüber. Hierbei sollten sie Samstag um 19:30 Uhr im legendären Eisstadion an der Brehmstraße auf die Rivalinnen aus Düsseldorf treffen.
Das Spiel, welches in seinem Verlauf zu einem der Schicksalsreichsten der letzten Jahre werden sollte, begann rasant. Bereits 41 Sekunden nach Anpfiff der Partie musste Torhüterin Cindy Hupfeld (51) bereits das erste Mal hinter sich greifen. Die völlig überrumpelten Kasseler Spielerinnen hatten den Alleingang von Daniela Weesbach (2) nicht stoppen können. Sie ließen sich von diesem frühen Rückstand jedoch nicht beeinflussen und konzentrierten sich schnell wieder auf ihr Spiel. Auch eine zweiminütige Unterzahl in der vierten Spielminute überstanden sie ohne große Probleme. Trotz zahlreicher Torschüsse auf beiden Seiten blieben sowohl der Kasten von Hupfeld wie auch der von Lämmchen (DEG) sauber.

Nach der ersten Drittelpause kamen die Ice Cats mit neuer Taktik von den Trainern Milan Mokros und Fred Pottek motiviert aufs gegnerische Eis zurück. Als schließlich noch Anna-Lena Wiese (23) auf die Strafbank geschickt wurde, ließ sich Simone Vogel (4) nicht zweimal bitte und schoss auf Vorlage von Daniela Engel (13) und Saskia Friedrich (21) den Ausgleichstreffer zum 1:1. Keine vier Minuten später sollte erneut Simone Vogel (4) den Puck nach einem Alleingang im Netz zappeln lassen. Neuer Spielstand: 1:2. Nach einer Auszeit wechselten die Düsseldorferinnen in der 30. Spielminute die Torhüterin. Für Luise Lämmchen (15) kam Marit Gönner (97) ins Tor. Das Spiel verlief auf beiden Seiten weiterhin körperbetont und etwas härter jedoch fair und ausgeglichen. Kurz vor Drittelende ereilte die Ice Cats jedoch der erste Schock. Kapitänin Simone Vogel ging offensichtlich schwer verletzt zu Boden und musste anschließend zur medizinischen Versorgung in ein Düsseldorfer Krankenhaus gebracht werden.
In der darauf folgenden Drittelpause hatten die verbliebenen elf Spielerinnen die Chance sich von diesem Schreck zu erholen und neue Kraft zu schöpfen. Der Start in die letzte Phase des Spieles war von beiden Mannschaften äußerst nachdrücklich und mit deutlichem Zug zum Tor. Die Ice Cats hatten sich gerade vom ersten Schreck erholt, da sollte auch ihre Spielerin Maria Reichardt (12) zu Boden gehen. Nachdem sie mit Unterstützung der örtlichen Sanitäter und auch Düsseldorfer Spielerinnen vom Eis und ebenfalls ins Krankenhaus gebracht worden war, mussten die Ice Cats, welche nunmehr noch zehn Feldspielerinnen zur Verfügung hatten, sich neu sortieren und sammeln. Erst in der 52. Spielminute erlöste Stefanie Kröger (8) die Mannschaft aus dem Schock und ließ Marit Gönner hinter sich greifen. Somit konnte auch das Tor von Anna-Lena Wiese (23), welches zwei Minuten später fiel und die Düsseldorferinnen noch einmal auf  2:3 heran brachte, den Kasselerinnen ihren Sieg nicht mehr nehmen. Weitere Strafzeiten gegen beide Mannschaften sollten den Spielstand somit nicht mehr verändern.

Tore: Simone Vogel (2), Stefanie Kröger
Vorlagen: Daniela Engel, Saskia Friedrich, Katrin Löb
Strafminuten: Düsseldorf 4 – Kassel 8

Nach dem vorhergegangenen und ereignisreichen Spiel am Samstag, sahen sich die Ice Cats bereits am Sonntag um 18:30 Uhr auf heimischem Eis der nächsten Herausforderung gegenüber. Angstgegner Netphen war angereist und die Ice Cats starteten mit einer Rumpftruppe von elf Spielerinnen.
Das vergangene Spiel noch in den Knochen mussten die Kasslerinnen schnell feststellen, dass die ausgeruhten Gegnerinnen aus Netphen deutlich angriffslustiger in die Partie starteten und Kassel schnell im eigenen Drittel festsetzen konnten. Trotz guter Leistungen von Verteidigung und Torhüterin, musste Nancy Sturm (1) in der siebten Spielminute zum ersten Mal hinter sich greifen, nachdem Inken Hönisch (9) aus einer Standardsituation heraus geschossen hatte. Im weiteren Verlauf des Drittels zeigte Netphen sich weiter als dominante Mannschaft, konnte jedoch die Kasseler Torhüterin nicht erneut überwinden. Auch zwei Unterzahl Situationen überstanden die Ice Cats souverän.
Das zweite Drittel sollte beginnen wie das erste geendet hatte. Während Netphen immer selbstsicherer wurde, sah man den Ice Cats deutlich an, dass ihnen das Spiel vom Vortag noch in den Knochen steckte und sie trotz größter Bemühungen große Probleme damit hatten, die Gegnerinnen aus der eigenen Zone zu verdrängen. In der 28. Spielminute musste Nancy Sturm demnach leider erneut den Puck aus dem Maschen holen, nachdem Stefanie Kastner (12) ihn über die Linie befördert hatte. Nur sieben Minuten später mussten sich die Ice Cats wieder geschlagen geben und Laura Michelle Schneider (10) erhöhte auf 3:0.
Sichtlich erschöpft kehrten die Spielerinnen zum letzten Drittel auf das Eis zurück und wurden noch in der vierzigsten Spielminute erneut von Schneider (10) überrumpelt. Neuer Spielstand, 4:0. Dieser deutliche Rückstand und die weiterhin schwindenden Kräfte ließen die Kasslerinnen jedoch nicht aufgeben und sie kämpften weiterhin um jeden Puck und jede Chance. In der 43. Spielminute sollte dieser Einsatz belohnt werden und Stefanie Kröger (8) konnte Eva Schneider (7) im Tor der Gegnerinnen bezwingen. Die Ice Cats schöpften neuen Mut und konnten sich erstmal in der Partie über längere Zeiträume im Drittel der Gegnerinnen festsetzen. Trotz einiger guter Schüssen lag das Glück jedoch auf der Seite von Netphen, wo erneut Schneider (10) den Spielstand auf 5:1 erhöhte. In einer Zweikampfsituation an der Bande ging eine Netphener Spielerin zu Boden und musste zur Versorgung in ein Krankenhaus gebracht werden. Die anschließende Strafe konnte den Spielstand jedoch nicht mehr verändern und die Ice Cats mussten sich zum ersten Mal in dieser Saison geschlagen geben.

Tore: Stefanie Kröger
Vorlagen: Alexandra Krug, Manuela Pottek
Strafzeiten: Kassel 18 – Netphen 14

Weiter geht es am 13.11.2016 gegen die Löwen Damen aus Frankfurt. Der erste Bully fällt zur gewohnten Zeit um 18.30 Uhr.

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